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Koizucht

Die Geburtsstätte der Nishikigoi liegt in der Gebirgsregion Japans, der Präfektur Niigata, früher auch Echigo genannt. Nach einigen Dokumenten haben japanische Reisbauern mit der Zucht von Nishikigoi zwischen 1800 und 1830 dort begonnen. Bekannt für den Beginn der professionellen Koizucht ist in dieser Region das Gebiet um Yamakoshi-Village. Wie sich herausstellen sollte sind gerade in dieser Region die Böden und Naturteiche ideal um prächtige Nishikigoi heranwachsen zu lassen.

Nishikigoi heißt eigentlich Brokat- oder Goldkarpfen, wobei der Name oder die Abkürzung Koi nichts anderes als Karpfen heißt. Angeblich entstand der Nishikigoi aus einer zufälligen Mutation eines normalen Speisekarpfen, die als Nahrungsergänzung in den Reisfeldern groß gezogen wurden. Die erste Mutation soll ein Asagi gewesen sein aus dessen Kreuzung mit normalen Speisekarpfen, den Magoi die ersten Koi mit weiß roter Farbe und ganz weiße Koi, die damals wie heute Shiro Muji genannt werden, entstanden. Aus diesen ersten Zuchterfolgen leiten sich bis heute alle andere Koivarianten ab.

Der Nishikigoi ist damals wie heute nichts anderes als ein bunter Karpfen und zählt somit bei seiner Klassifizierung zu den Cypriniden. Sein lateinischer Name lautet Cyprinus Carpio.

Die ersten Farbkarpfen hatten mehrere Bezeichnungen in Japan, wie zum Beispiel Moyogoi (Karpfen mit Zeichnung), Irogoi (bunter Karpfen) oder Kawarigoi (ungewöhnlicher Karpfen). Auch heute noch kennt man diese Bezeichnung in einer etwas abgeänderten Form als die größte Gruppe einer Koivariante, die Kawarimono. Beispiele hierfür sind der Chagoi, Soragoi, Kummonryu, Ochiba und viele mehr.

Der Name Nishikigoi soll sich in der Sprache der Koiliebhaber erst um 1920 eingebürgert haben. Der Handel mit diesen beeindruckenden Tieren hatte es sehr schwer, da im strengen und sehr traditionellen Japan jegliche Art des öffentlichen Vergnügens eigentlich verboten war. Das Ende dieser Tradition brachte der Einzug der Nishikigoi in den kaiserlichen Palast 1915. Als der Sohn des Kaisers eine Ausstellung in Tokio besuchte, war er von den Tieren so bezaubert, dass kurz darauf acht rot weiß gezeichnete Karpfen einen seiner Teiche um den kaiserlichen Palast zierten.

Vor dem ersten Weltkrieg entstanden dann  weitere Koifarmen außerhalb von Niigata. Die Städte Hiroshima, Fukuoka, Kyoto und Osaka seien hier stellvertretend genannt. Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich die gesellschaftspolitische Struktur in Japan und der Export begann. Mit dieser Weltöffnung begann der Siegeszug eines außergewöhnlichen Karpfens um die ganze Welt.

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